Bewahrung und Förderung der kulturellen und historischen Identität des
Braunschweiger Landes

Mit seinem Ursprung im Jahr 1569 ist der von Herzog Julius aus nach der Reformation verweltlichtem Kirchenvermögen eingerichtete Braunschweigische Klosterfonds eine der wichtigen Konstanten der Kulturregion Braunschweig. Ergänzt und zusammengefasst mit  einer zur Unterhaltung der Braunschweigischen Landesuniversität in Helmstedt eingerichteten Stiftung zum Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds bildet dieses Vermögen den einen Teil des Grundstocks für die im Jahr 2005 neu eingerichtete Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Der zweite Vermögensteil ist die 1934 eingerichtete Braunschweig-Stiftung. Diese war schon damals ausdrücklich zur Bewahrung der kulturellen Identität des alten Landes Braunschweig errichtet worden. Preußischen Vereinnahmungstendenzen zuvorkommend sollte durch Förderung der drei Destinatäre Staatstheater Braunschweig, Vaterländisches (heute Braunschweigisches Landes-) Museum und Technische Hochschule (heute Universität) Braunschweig die Kontinuität der regionalen Bezüge sicher gestellt werden.

Mit dem Verschwinden der Bezirksregierungen als regionalen, auf historischen Wurzeln aufbauenden Verwaltungseinheiten in Niedersachsen ergab sich eine Vielzahl von Veränderungen. Eine der wichtigsten Herausforderungen war, die Kontinuität der kulturellen und historischen Identität der Regionen zu bewahren und damit eine der Grundlagen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zu sichern. Bis zum Wegfall der Bezirksregierung Braunschweig wurden die bis dahin rechtlich selbständigen Teilvermögen gemeinsam von der Bezirksregierung - sozusagen - in der Nachfolge der Herzoglichen Kammer verwaltet. Die Verwaltungsreform erzwang nun eine Neuorientierung, deren Ergebnis die Errichtung eines neuen Daches, eben der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz war.

 
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