Der Kaiserdom zu Königslutter

Als eines der wichtigsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Norddeutschland gilt die Stiftungskirche Petri und Pauli in Königslutter. Im Jahre 1135 legte der sächsische Kaiser Lothar von Süpplingenburg den Grundstein, erlebte die Fertigstellung des Sakralbaues jedoch nicht mehr. 1137 wurde Lothar, Großvater Heinrichs des Löwen, im damals noch unvollendeten Mittelschiff der Kirche beigesetzt. Das Grabmal des Kaisers und seiner Gemahlin Richenza ist heute in der Westkapelle zu besichtigen. Erst in den 70er Jahren war es wieder entdeckt worden. Für die Konstruktion und Gestaltung der Kirche hatte Lothar vermutlich den Baumeister Nikolaus aus dem östlichen Oberitalien, der Emilia, oder einen seiner Vertrauten gewonnen. Die reichhaltige Formensprache, speziell die Figuren des Jagdfrieses, der Kapitelle oder der Atlanten im Kreuzgang sind beredtes Zeugnis der künstlerischen Qualität. Der Kreuzgang gilt als einer der schönsten in Deutschland und wurde von 1990 bis 1993 mit erheblichem Aufwand restauriert. Die prächtige Ausmalung des Dominneren aus dem 19. Jahrhundert wird dem Direktor des Germanischen Museums in Nürnberg, August von Essenwein, zugeschrieben. Heute zieht nicht nur die bildende Kunst zurückliegender Jahrhunderte Besucher in den Kaiserdom: Alljährlich finden hier auch anspruchsvolle Konzerte statt.

Die Sanierung des Kaiserdoms in Königslutter zeigt erste Ergebnisse. Die Fassaden sind jetzt vollständig gereinigt, die Steinrestaurierung komplett fertig gestellt. Das Dachwerk von Querhaus und Altarraum wurde ebenfalls vollständig abgedichtet, so dass die Wandmalereien im Innern der Kirche restauratorisch gesichert und nun weiter bearbeitet werden können.

 

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