Ein wichtiges Beispiel: Porzellanmanufaktur Fürstenberg

Am 11. Januar 1747 gründete Herzog Carl I. in seinem Jagdschloss an der Weser die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Auf den von der Braunschweig-Stiftung im Erbbaurecht vergebenen Grundstücken befinden sich heute das Porzellanmuseum, die Verwaltungsgebäude und die Produktionsstätten der Manufaktur. Diese feierte 1997 ihr 250-jähriges Bestehen und zählt somit zu den ältesten noch bestehenden Unternehmen in Niedersachsen und zu den ältesten Porzellanmanufakturen Europas. Ihre Erzeugnisse aus drei Jahrhunderten gehören zum niedersächsischen Kulturgut und fanden schon im 18. Jahrhundert internationale Verbreitung. Von der Hochkultur fürstlichen Tafeln bis zum einfachen Gebrauchsgeschirr prägte Fürstenberg die nationale und internationale Porzellangestaltung. Berühmte Künstler trugen maßgeblich zum weltweiten Ruf der Manufaktur bei. Hier sind unter anderem Simon Feilner und Pascha Weitsch im 18., Louis Victor Gerverot und Ludwig Sebbers im 19. sowie Wilhelm Wagenfeld im 20. Jahrhundert zu nennen.
Die stilgeschichtliche Entwicklung des Fürstenberg-Porzellans seit dem Rokoko über die Zeit des Biedermeiers, des Jugendstils und die Entfaltung des modernen Designs bis heute zeigt die Impulse, die für die jeweils moderne Gestaltung der Fest- und Alltagskultur ausgingen. Die heutige Kollektion setzt diese Entwicklung mit jungen, modernen, der Individualität angemessenen Formen und Dekoren fort.
 

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