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Mich brennt's in meinen Reiseschuh'n

Reisebegegnungen - mit sich selbt, mit anderen, dem Neuen und Fremdartigen
Werner Galas liest u.a. "Reiseberichte" von Erhart Kästner und Bruce Chatwin

Bruce Chatwin (1940-1989), in Sheffield (GB) geboren, wurde 1973 Mitarbeiter der Sunday Times und reiste für Interviews und Berichte durch die Welt. Neben zahlreichen anderen Ländern bereiste er Australien und setzte sich mit der Kultur der Aborigines auseinander. Reisebücher wie "In Patagonien" und "Traumpfade" wurden Bestseller. In neununddreißig skizzenhaften und reportageartigen Episoden bzw. Kapiteln berichtet Chatwin in seinem Reisebuch "Traumpfade" von seinen Begegnungen mit Aborigines während einer mehrtätigen Reise von Alice Springs ins Innere des australischen Kontinents. Besonders lesenswert sind seine sensiblen und humorvollen Beschreibungen der Charaktere und Verhaltensweisen einiger Aborigines.

Erhart Kästner (1904-1974) galt lange Zeit als einer der "leisen" Schriftsteller der deutschen Nachkriegsära. Seine stilistisch geschliffenen und kunstvoll komponierten Prosawerke passten bei ihrem Erscheinen in den fünfziger und sechziger Jahren gut zum allgemeinen Wunsch nach Verdrängung. Hervorzuheben sind seine "griechischen" Erzählungen und Romane ("Ölberge, Weinberge" oder "Die Stundentrommel vom heiligen Berg Athos"), mit denen er in die erstaunlichste, die begeisterndste aller christlichen Landschaften führt. Dabei schreibt er zugleich tiefsinnig und doch höchst anmutig, ja heiter und im besten Sinne allgemein verständlich. Es handelt sich um eine der schönsten Reisebeschreibungen über Griechenland, das für Kästner nicht ein Land romantischer Besinnung ist, sondern das der Ölberge und Weinberge, der täglichen Auseinandersetzung mit sehr konkreten Aufgaben des Lebens, zu deren Bewältigung jene demütige Bescheidenheit der einfachen Berghirten besser taugt, als die fruchtlose Reminiszenz an einstmalige historische Größe.

Werner Galas (Foto), der an der Folkwang-Hochschule Essen sein Schauspielstudium abschloss, arbeitete im Laufe seiner Karriere u.a. mit Regisseuren wie Hansjörg Utzerath, Amélie Niermeyer, Mark Zurmühle und Armin Petras zusammen. Seine Engagements führten ihn an das Staatstheater Nürnberg, an das Nationaltheater Mannheim, an die Wuppertaler Bühnen, an das Staatstheater Karlsruhe und zuletzt an das Staatstheater Braunschweig. Dort spielte er u.a. den Konsul in der Romanadaption von Thomas Manns "Die Buddenbrooks", Valmont in Heiner Müllers "Quartett" und Peachum in Bertolt Brechts "Dreigroschenoper". Am Augsburger Theater feiert er zur Zeit große Erfolge in der Rolle des Al Lewis in Neil Simons melancholischer Komödie "Sonny Boys".

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