Braunschweigisches Landesmuseum

Das Braunschweigische Landesmuseum wurde 1891 als „Vaterländisches Museum“ gegründet. 1989 konnte es seine neue Dauerstellung im Vieweghaus am Burgplatz eröffnen, in der auf über 5.000 Quadratmetern die Schwerpunkte der braunschweigischen Landesgeschichte von 772 bis 1989 präsentiert werden. Das einzige historische Museum in der Trägerschaft des Landes  Niedersachsen zählt mit seinen mehr als 11.000 Quadratmetern Ausstellungsflächen an vier Standorten zu den größten deutschen Geschichtsmuseen. Im Ausstellungszentrum Hinter Aegidien befindet sich das Jüdische Museum mit seiner einzigartigen Synagogenpräsentation, in Wolfenbüttel das Museum für Ur- und Frühgeschichte, zu dessen Sammlungsbeständen auch die ältesten Speere der Menschheit aus Schöningen gehören, und in Bortfeld im Landkreis Peine gibt das Bauernmuseum einen Einblick in das Alltagsleben auf dem Lande und vertritt so die aufgelöste Sammlungsabteilung Volkskunde.

In seiner Dauerausstellung präsentiert das Braunschweigische Landesmuseum  die Landesgeschichte in chronologisch-thematischer Weise. Auf diesem Weg kann sich der Besucher sozusagen diese Geschichte anschaulich „erwandern“ und nachvollziehbar aneignen. Innerhalb der zeitlich geordneten Epochen – statt traditioneller Sammlungsabteilungen – sind die Zeugnisse des höfischen, bürgerlich städtischen und ländlichen Lebens zu Schwerpunktthemen zusammengeführt, so dass eine interdisziplinäre Geschichtsvermittlung anhand unterschiedlicher Sachquellen möglich wurde. Ergänzt wird diese Dauerstellung mit ihren Außenstationen durch umfangreiche Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramme, die jährlich mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher zusätzlich in das Museum locken. In zeitlichen Abständen folgen außerdem internationale Großausstellungen am Burgplatz wie zuletzt 2001 „Troja – Traum und Wirklichkeit“. 310.883 Besucher haben diese Ausstellung zur bisher erfolgreichsten in Braunschweig werden lassen.

Aktuell sind derzeit Neuplanungen für die Dauerausstellung unter dem Thema „Regionalisierung und Weltgeschichte“ sowie einer verstärkten Präsentation naturwissenschaftlicher Themen und Zukunftsfragen, um deutlich zu machen, in welcher Weise ein modernes Museum auf Fragen (Globalisierung) und Herausforderungen (Technisierung) der Gegenwart mit zeitgemäß kritischen Hinterfragungen der Geschichtswissenschaften antworten kann. Dieser Prozess der Neuorientierung erfolgt aufgrund auch der Förderungen der Braunschweig-Stiftung und in enger Kooperation etwa mit der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina.

 

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